Eine Reise zu den Wurzeln des Tequilas mit PATRÓN in Jalisco, México

Eine Reise zu den Wurzeln des Tequila mit Patron / Jalisto, Mexico Travel Diary - My trip to Hacienda Patron, the birthplace of Tequila / Travel, Lifestyle & Foodblog by Alice M. Huynh - iHeartAlice.com


Der allererste Flug von Mexico City nach Guadalajara ging um Punkt 6 Uhr morgens und da war es nicht verwunderlich, dass ich trotz einem kurzen Nap im Flugzeug nicht wirklich wach war. Dies war erst der Anfang meiner kleinen Reise zu den Wurzeln des Tequilas mit PATRÓN, denn zunächst musste ich noch tiefer in die Jalisco Region im Westen Mexikos fahren, bis ich letztendlich in Atotonilco El Alto ankam.

Die Sonne wachte aus ihrem ruhigen Schlaf auf und erhebt sich langsam und allmählich über die blauen Berge des Hochlands. Nur wenige Minuten lag der Nebel noch im Tal, bevor er wie aus Zauberhand langsam sich zurückzog und die Schönheit der Landschaft sich im Morgengrauen in voller Pracht zeigte. Ich wusste, nicht ob es der Mangel an Schlaf war, oder einfach nur der Moment selber, der mir so vorkam, wie ein Traum aus dem ich nicht erwachen möchte. Es fühlte sich an, als steckte ich zwischen Tag & Nacht und ich verspürte ein Frieden in meiner Brust, während meine schweren Augenlider langsam sich schlossen.

Eine Reise zu den Wurzeln des Tequilas
mit PATRÓN in Jalisto, México


Als ich meine Augen wieder öffnete, bog das Auto schon in die Einfahrt der Straße meiner Unterkunft für die nächsten Tage ein. Man konnte schon förmlich riechen, wie die Sonne den noch frischen Morgentau langsam verdunsten lässt, während meine Augen über das Grundstück wanderten und jede Palme und Agaven, die rund um die Hacienda PATRÓN standen, begutachtete. Ein prächtiges Gebäude in einem warmen Rotton kam mir entgegen, und ehe ich realisieren konnte, ging schon die meine Tür auf meiner Seite auf und ich würde mit einem warmen ‚Buenos Dias‘ begrüßt. Die Rundbogen am Eingang laden die Gäste zum Verweilen ein und egal ob im Garten der Hacienda PATRÓN oder den Gemälden im Schlafzimmer, die blaue Agave, auch Weber-Agave genannt, ist immer Präsent. Kein Wunder, denn diese ist die Hauptzutat einer der wichtigsten Mexikanischen Nationalerbe: Tequila.

Das Erbe der Maya und Azteken

Diese atemberaubende Agavenlandschaft ist nicht nur ein Erbe der Maya, sondern hat in den letzten Jahrtausenden Mexiko berühmt gemacht. Diese erhabene Pflanze, die bis zu zwei Metern Durchmessern groß werden kann, haben sich damals schon die Azteken zur Nutze gemacht. Von Stoff, Papier, Seile und natürlich dem süßen Saft der Agave, ranken sich mystische Legenden um diese blau schimmernde Pflanze.

Einer alten Legende nach wuchs die erste blaue Agave auf dem Grab der schönen Fruchtbarkeitsgöttin Mayahuel, nachdem diese von der Göttin der Finsternis in Stücke zerschlagen wurde. Die vielen stacheligen Blätter der Agave sollen nicht nur die Ruhestätte der Göttin Mayahuel bewachen, sondern auch ihren einst geliebten Gott Quetzalcóatl (der Gott des Windes, Himmels, der Erde & ein Schöpfergott) die Möglichkeit geben, jede Nacht von ihrem süßen und trostpendenten Saft zu trinken.


Das Herzstück der blauen Agave
& die Jimadores

Unter dem wachsamen Auge von Meister Destillateur Francisco Alcaraz wurde PATRÓN 1989 geboren und hat sich seither zur Mission gemacht, hervorragenden & gleichbleibende Premium-Tequila herzustellen.

Auf dem Weg zu einem von vielen Agavenfeldern um die Hacienda herum hatte ich die Möglichkeit die Agavenernte, auch Jima genannt, hautnah mitzuerleben. Dort lernte ich Antonio kennen, ein Mann ohne große Worte, gekleidet in einer Arbeiterjeans, einem leuchtend roten Tuch um den Hals geknotet und auf seinem Kopf, ein Strohhut gegen die pralle Sonne Mexikos. Auf seinem weißen Hemd auf der linken Brust strahlt in goldener Stickerei PATRÓNs Markenzeichen, die Biene.

Er spricht zwar nicht viel, doch wenn es darum geht zu zeigen, was er als Jimador kann, zeigt er mit Stolz und einer ruhigen Selbstverständlichkeit, das Fingerspitzengefühl die über Generationen zu Generation an ihn weitergegeben wurde, essenziell für die Agavenernte ist. Mit einfach-aussehenden Bewegungen schnitt er die großen Blätter der blauen Agave ruckzuck ab. Der scharfe Klang der Coa, dem Werkzeug der Jimadores, wie sie die knackigen Blätter zerschneiden, schallt durch die endlosen Agavenfelder, bis das Herz der Agave zum Vorschein kommt. Und genau dieses runde Herzstück, die Piña, die bis zu 40 kg wiegen kann, ist das Wertvollste an der Agave. Das geschulte Auge der Jimadores erkennen beim bloßen Anblick einer Agavenpflanze schon die Reife, als auch den Zuckergehalt bevor er diese überhaupt mit der Coa bearbeitet.

Diese traditionelle Art Agaven zu ernten wird auch in Zukunft weiterhin bestehen, denn trotz des maschinellen Fortschrittes, können Agaven nur durch die Hände der Jimadores effizient nach sechs bis sieben Jahren Wachstum geerntet werden.


PATRÓN’s Biene und seine 60 Hände

Diese 100 % Sorgfältigkeit der ausgewählten und handverlesenen blauen Weber-Agave sichert das Erfolgsrezept von PATRÓN, welche durch die kunstvoll gefertigten Flaschen perfektioniert werden. Nachdem die Piñas in den Backsteinhöfen in der Destillerie geröstet werden entfaltet sich nach dem etwa 79 Stunden langen Prozess das besondere Aroma, die Grundlage für PATRÓN Tequila.

Nach der Zerkleinerung und der Fermentation wird der gewonnene Saft mit einer selbst gezüchteten Hefeart und Quellwasser angereichert um somit den ‚frischen Most‘ zu erhalten. Der von zwei Destillaten (Walzenmühlen- & Tahona-Tequila) erhaltene Tequila ergibt nach der Mischung das Ultra-Premium-Tequila PATRÓN SILVER, der direkt in die Flasche (jedes der Flaschen ist ein Unikat) abgefüllt wird. Während der gesamten Herstellungsprozesse wird jede Flasche von insgesamt 60 Händen inspiziert, bevor sie die „Hacienda Patrón“ Destillerie verlassen darf.

Ein mexikanisches Sprichwort besagt: „Amar es Compatir! – Liebe heißt Teilen!“ und so habe auch ich meine Tage auf der Hacienda PATRÓN als auch in Mexiko erlebt. Egal ob es das Essen, Trinken oder ein Lächeln ist, es wurde hier geteilt, gefeiert, getrunken und gelacht. Somit fiel mir der Abschied natürlich schwerer als sonst, vor allem nachdem am letzten Abend ich mit traditionellen Mariachi überrascht worden bin, welche übrigens wie Tequila, ihren Ursprung in Jalisco, hat.

Die Warmherzigkeit der Mexikaner, das unfassbar gute Essen sowie der leckere Tequila waren nur einige der vielen wunderbaren Facetten dieses Landes, die ich erleben durfte. Denn Tequila ist auch nicht nur ein Getränk bei einer Fiesta oder bei einem Dinner mit der Familie und Freunden, es bringt, wie das Sprichwort sagt, Menschen zusammen die man liebt und teilt eines der kostbarsten Dinge im Leben, seine Zeit & seine Liebe.

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Die Agavenernte wird Jima genannt & das Herz der blauen Weber-Agave, Piña.

Photo / Alice M. Huynh
Creative Direction / Alice M. Huynh
*In friendly cooperation with PATRÓN.
*Please drink responsibly.
*The opinions expressed here represent, as always, my own.

4 Comments

  • Mai
    2 Monaten ago

    Ach Alice. Wie immer wunderschön geschrieben, ganz abgesehen von den tollen Fotos ❤️

    • Alice M. Huynh
      2 Monaten ago

      Awwww vielen lieben Dank! Es war aber auch eine so inspirierende Reise, ich konnte einfach nicht aufhören zu schreiben, zu fotografieren und zu trinken ;)! Danke danke danke! Alice x

  • 2 Monaten ago

    So schöner Beitrag!! Ich hab jetzt Bock auf Tequila! hahaa xx Tanja

    • Alice M. Huynh
      2 Monaten ago

      Danke dir Tanja! Haha ich habe hier noch eine Flasche stehen ;)! xx

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