NEW YORK: #15 – Mein Geburtstag in NYC

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Vor genau einer Woche hatte ich Geburtstag und ich danke euch erst mal für die lieben Glückwünsche, sei es über elektronische Medien oder über den persönlichen Weg – ich habe mich über jeden Eintrag und jeden Gedanken sehr gefreut.

Ich habe meinen Geburtstag an diesem Tag nicht in New York City selber verbracht, sondern habe diesen bei meinen Verwandten in New Jersey genossen. Ich bin nicht so der Typ, der schnell Heimweh hat, manchmal vergesse ich dann halt einfach mal meine Eltern anzurufen, da ich einfach generell viel zu tun habe, aber natürlich habe ich meine Familie immer in meinem Herzen und es wird immer dadurch bewiesen das zu Hause dort ist, wo deine Liebe ist – und die ist eben bei meinen Eltern und meinen Schwestern.

Da ich nicht einfach mal so schnell nach Deutschland komme und Familie für mich nicht nur aus Omi, Opi, Mama, Papa und meine zwei Geschwister besteht, sondern auch aus Tante, Onkel, Cousine, Cousin, Neffe, Nichte und, und, und besteht, fühle ich mich wie zu Hause auch in New Jersey.

Vielleicht stellen sich manche nun vor, ich habe glamourös gefeiert, so mit Macarons, in einem Schickimicki Restaurant bei denen allen gut aussehen und es nur Wein und Champagner serviert wird. Eher nicht, denn irgendwie bin ich und vor allem meine Familie dann eher doch nicht. Ich bin so aufgewachsen und ich würde sagen, dass wir das Klischee von Asiaten erfüllen, viel Essen, kitschige Deko und auch Karaoke bei bestimmten Anlässen. Und das ist auch gut so, denn irgendwie würde ein prunkvolles Dinner nicht zu uns passen. Ich habe also meinen 23. ganz bodenständig und ruhig mit Mittagsschlaf, Sauvignon Blanc, vietnamesische Sommerrollen und einem kleinen Cupcake „Geburtstagskuchen“ gefeiert. Bei dem „Geburtstagskuchen“ müssen einige vielleicht schmunzeln, denn es ist eigentlich nur ein Cupcake aus Schokolade – Gott sei Dank muss ich sagen, denn die, die mich kennen, wissen, dass ich keine Torten oder Kuchen – außer Käsekuchen – mag und da war ich sehr froh darüber, dass meine Tante mir einen kleinen Schokoladen Cupcake mitgebracht hat.

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Geschenke? Oh ja, das gibt’s ja auch noch! Ich habe nichts erwartet, denn ich mache mir eher weniger aus Geschenken, denn generell feiern wir nicht – dennoch gibt, wie bei vielen asiatischen Kulturen, Geld zum Geburtstag, was vielleicht für westliche Kulturen sehr unpersönlich rüber kommt, aber bei uns sehr sehr gängig ist. Diese werden immer in roten Geschenkverpackungen mit kitschigen Bildern und Verzierungen verschenkt. Ein sehr entspannter Abend, ich schlief gut und verdrückte mir die Tränen als sie mit dem kleinen Cupcake und einer Kerze reinkamen, ich drückte alle ganz fest und skypte auch nebenher mit meinen Eltern, denn diese haben natürlich, trotz der Zeitverschiebung an mich gedacht.

Schließlich möchte ich euch noch die Geschichte erzählen, welche mich zu dem Titel dieses Blogeintrags inspirierte: Als ich in den Staaten ankam, holten mich meine Verwandten vom Flughafen ab, fuhren mich durch den New Yorker Verkehr, um zu einigen Wohnungsbesichtigungen zu gehen, nachdem ich alle durchhatte, ging es zu meinen Verwandten zurück nach Jersey und das sind doch schon mal 2 1/2 Stunden Autofahrt. Mitten in der Nacht fiel ich dann aus dem Auto in mein gemachtes Bett im Haus meiner Tante und meines Onkels und schlief erst mal durch. Am nächsten Tag unternahm ich mit meiner Cousine, ihren Mann und meinem Neffen eine kleine Fahrradtour durch die Nachtbarschaft, die so ruhig und wie aus einem Bilderbuch schien, das ich schon fast vergessen habe, weswegen ich herkam. Von Weitem ertönte nun eine fröhliche Melodie und meine Fantasy spielte in diesem Moment verrückt, denn ich wusste, was das bedeutet. Ich stotterte meine Cousine an und fragte ob das nicht, so was wie der Eismann war – und ja, das war er. Stoppte vor meiner Nase und ich bekam ein Softeis mit bunten Sprinkles, was ich alleine gar nicht verdrücken konnte.

Ich bin dankbar für meine große und vor allem weitverbreitete Familie, dafür, dass wir alle uns so nahe stehen und es hat doch etwas Beruhigendes, wenn man weiß, dass es jemanden gibt, wenn man in einem fernen Land ist, den man auch um 2 Uhr nachts aus New York anrufen würde, sofort herfahren würde, um bei mir zu sein. Blut ist dicker als Wasser, Softeis und Schokolade zusammen. Love, Alice.

Hinweis: Bilder von nahstehenden Personen möchte ich ungern online stellen, da dies doch meh rin meine Privatsphäre geht. Ich bitte um euer Verständnis. Danke!

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Foto: I heart Alice / Alice M. Huynh

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