Iceland’s Diamond Beach

Iceland Travel Guide / Glaciar Lagoon Jökulsarlon - Diamond Beach / IheartAlice.com

Als ich das Klirren und Knacken der massiven Eisblöcke hörte, erinnerte es an mich an die Geräusche der Eiswürfel im Glas, die sich durch das Einschenken eines warmen Eistee auseinanderziehen. So ein leichter und klarer Ton, der mich an den Sommer erinnern lässt. Der einzige Unterschied hier: Es war bitterkalter Winter in Island.

Auf meiner ersten Island-Rundreise habe ich mich vor allem in den Glacier Lagoon, Jökulsarlon, verliebt. Die riesigen Gletscherstücke in der Lagune leuchteten in der untergehenden Wintersonne wie riesige Diamanten – und ich, mittendrin. Überwältigt von den Naturgewalten sowie den starken Winden, die mich wie eine sanfte kalte Hand von der Lagune wegschob, blieben diese wunderbaren Erinnerungen vom schwarzen Sand und der Lagune, so klar wie das ewige Eis dort selbst.

Iceland’s Diamond Beach


Zwei Jahre später ging es für mich zurück nach Island und natürlich musste ich auch diesmal die Gelegenheit nutzen und meinen liebsten Ort besuchen. In der Ferne sahen wir schon die großen Touristenbusse sowie die unzähligen Autos, die uns entgegenkamen. Island ist in den letzten Jahren ein unglaublich beliebtes Reiseziel geworden, anders als noch 2015. Einen noch etwas unberührteren Ort gibt es aber noch. Direkt auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke, die sich über den Ausgang der Lagune spannt: Iceland’s Diamond Beach.

Diamanten aus Eis

Als wir nun über die schwarzen Sanddünen auf die andere Seite kletterten, offenbarte uns sogleich die Einsicht, woher dieser Ort seinen Namen bekam. Wir standen auf den kleinen schwarzen Sandhügel und überschauten den endlosen Strand sowie den wilden Wellen, die sich gegen menschengroße Eisblöcke schlugen. Der Diamond Beach in Island ist für einige Eisblöcke die Endstation ihrer scheinbar ewigen Reise. Hier werden sie in Hunderte kleine Stücke von den rhythmischen Wellen gebrochen und rasten am schwarzen Vulkanstrand ihre letzten Momente. Einige wurden von den Wellen ganz glatt geschliffen, andere wiederum sind noch scharf und roh, wie ungeschliffene Diamanten, die nur darauf warten aus ihrem Kokon zu entspringen.
Die unzähligen Eis-Diamanten schimmerten in den verschiedensten eisigen Blautönen, während im Hintergrund das gewaltige Meer seine Bahnen zog. Möwen breiteten ihre Flügel aus und ließen sich vom Wind treiben. Und als ich den Ort nach einigen Stunden verließ, hörte ich noch in der Ferne das Knacken und Klirren der ewigen Eisblöcke, als würden sie mir „Auf Wiedersehen„, zurufen.

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Photo: I heart Alice / Alice M. Huynh
*This trip was made possible thanks to WOWair.
*The opinions expressed here represent, as always, my own.

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1 Comment

  • You
    2 Wochen ago

    Du bist so eine tolle Frau. Ich würde mir nur wünschen, dass Du manchmal etwas mehr über den Tellerrand hinaus schauen könntest. Die Jacke, die Du da trägst, hälst Du die Herstellungsbedingungen, die so viel Tierleid hervorrufen, wirklich für notwendig? Ist sie es Dir wert das in Kauf zu nehmen und diese Jacke zu tragen und hier auch auf den Bildern zu zeigen?

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